Donnerstag, 20. Dezember 2012

Shogatsu - japanische Neujahrs Dekorationen

Kagami mochi

Dies ist das wichtigste Fest in Japan, das Neujahr. Eigentlich wird diese Fest seit Jahrhunderten nach dem chinesischen Kalender gefeiert. Doch seit 1873 feiert ganz Japan, außer Okinawa, dies nach dem gregorischen Kalender. Doch ganz ist das originale Lunar Neujahr nicht vom Tisch, es wird jetzt das "kleine Neujahr" genannt und vielerorts in Japan ebenfalls gefeiert. 

In Japan hat jede Tradition soviele Regeln, es ist schwer diese alle aufzuzählen und vielleicht vergesse ich die eine oder andere oder aber ich kenne sie nicht. Trotzdem versuche ich diese hier aufzuzeigen und fange mit der Dekoration an.

Putzen des Hauses
Susuharai, gründliche Reinigung des Hauses und des Gartens.

Dekoration des Hauses
Oben ist Kagami mochi oder Reis Cake zu sehen und dies wird zur Dekoration im Haus genutzt. Z.B. im Wohnzimmer. Außerdem gibt es noch Kadomatsu und Shimekazari. Alles wird direkt nach Weihnachten, nachdem die Weihnachtsdekoration verstaut ist, aufgehängt.

Kagami mochi (siehe oben)
Kagami mochi ist eine typisch japanisches Neujahrs Dekoration und wird gewöhnlich im Haus eigenen Minischrein für den Neujahrs Gott aufgestellt. Es soll Glück und Reichtum im Neujahr bescheren. 
Kagami mochis wird von zwei Reiskuchen verschiedener Größe geformt. Der kleinere Reiskuchen wird auf den größeren gesetzt. Auf die Spitze setzt man eine daidai (japanische bittere Orange die ihren Ursprung im Himalaya hat). In einigen Regionen in Japan legt man auch ein Stück Konbu dazwischen um Vergnügen und Freude auszudrücken.
Daidai ist eine importierte Frucht und wird gewöhnlich mit Katakana geschrieben ダイダイ. Trotzdem gibt es ein Kanji für Daidai (橙) und wenn man Daidai mit einem anderen Kanji schreibt 代々 bedeutet dies "von Generation zu Generation". Die Orange bedeutet also das Fortdauern der Generationen und langen Leben. Die Reiskuchen symbolisieren das alte Jahr und das Jahr das vor uns liegt. Diese Dekoration symbolisiert das Fortdauern oder Bestehen der Familie in der Vergangenheit und in der Zukunft. 

Der Name hat auch eine weitere interessante Erklärung parat. Die Form der zwei Reiskuchen ähneln den runden Bronze Spiegeln die in der Muromachi Periode benutzt wurden. 

Die Dekoration wird bis Anfang Januar aufgehoben und am zweiten Samstag oder Sonntag im Januar mit der Hand zerteilt oder mit einem Hammer. Niemals mit einem Messer, denn dann würde man den Familienbund zerschneiden. Ein Shinto Ritual findet am 11ten Januar statt. Dies nennt sich Kagami Biraki (das öffnen der Spiegel). Ein weiteres wichtiges Ritual im Neuen Jahr. Danach wird der Reiskuchen gebrochen und gegessen. 

Kadomatsu


Diese werden (nach Weihnachten) rechts und links neben das Tor gestellt und symbolisieren Frau und Mann. Sie werden zur Begrüßung der Ahnen und der Ernte Götter aufgestellt. Kami (Gott im Shinto Glauben) können dort während des Jahreswechsel wohnen. Mitte Januar werden diese verbrannt um die Kami feizusetzen.

Shimekazari


Dies wird am Eingang aufgehängt und soll böse Geister davon abhalten das Haus zu betreten. Es ist eine Art Reinigung des Hauses. 

Der Strick ist aus Reisgras geformt und in der Mitte sind sorgfältig gefaltete Papierchen, die man Shime nennt, eingelegt. Den eigentlichen Strick nennt man in Japan shimenawa und diesen findet man an Shinto Schreinen und anderen heiligen Orten in Japan. 

Zusätzlich kann man Shimekazari mit anderen Symbolen dekorieren. Wie z.B. glücksbringenden Kanji und Bildern. 




Kommentare:

  1. oh ich liebe mochi - da könnte ich mich reinsetzen ;)
    liebe grüße aus (dem traditionsarmen, wie mir scheint) deutschland

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    1. Ja, ich mag Mochi aber nicht soviel. Mein Mann und die Kinder sind auch verrückt danach.

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  2. Haha. Lustig. Ich habe gestern über genau das gleiche Thema einen Blog Post veröffentlicht.
    Hab daran 4 Tage lang geschrieben. Uffz.

    Benutzt du selbst irgendeine Neujahrsdekoration? :)

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    1. Ja, ich habe es gesehen, nachdem ich gepostet habe und dann noch am gleichen Tag .... Das Gute ist, dass Du in englisch schreibst!
      Nun ja, es ist nunmal kurz vor dem Jahreswechsel, wir sind bestimmt nicht die Einzigsten die darüber schreiben.

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    2. P.S.: Ja, (gleich nach Weihnachten aber der Baum steht noch ... dafür nehme ich die Beleuchtung und Deko aus dem Garten weg) Mochi ist ganz wichtig für meinen Mann und Shimekazari erinnert mich ein wenig an unseren Adventskranz. Rund und dekoriert. Hier war gestern soviel los im Gartencenter, Wahnsinn, es wird noch mit anderen Sachen dekoriert. Blumen und Zweigen aber mein Budget mit zwei Festlichkeiten am Ende des Jahres ist nicht genug.
      Wir bringen gerade unser Haus und Garten auf Hochglanz. Blätterteig ist auch ausverkauft :). Ente wurde aus China eingeflogen ... .

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  3. Ich liebe es deine Einträge zu lesen, weil ich echt interessiert bin am Leben in Asien, speziell in Japan. Bitte poste weiter so fleißig über Dinge, die ich nicht in jeder Zeitschrift finde, die einmal etwas von Japan berichten will. ;)

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  4. Vielen Dank! Es gibt soviel zu entdecken.

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  5. Liebe Martine,
    ich wünsche dir und deiner Familie im fernen Japan eine wundervolle Weihnachtszeit
    und ein glückliches neues Jahr.
    Ich freue auf weitere tolle Berichte aus deiner neuen Heimat.
    Liebe Grüße
    Rita

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  6. Ich wünsche ein frohes und gesegnetes Weihnachten und ein paar besinnliche Tage :)

    Lieben Gruß
    Björn :)

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